Zu Besuch auf der Insel Runde, Norwegen

Wer hier in den letzten Wochen und Monaten mitgelesen hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass wir uns vermehrt mit den Papageientaucher auseinander gesetzt haben. Das hatte einen konkreten Grund: unsere Kurzreise auf die Insel Runde und die Region Ålesund in Norwegen im Juni 2015.
Die Insel Runde ist eine bekannte Vogelinsel, auf welcher auch die Papageientaucher zwischen April und August zu Hause sind. Will man diese Vögel in freier Natur beobachten, muss man in dieser Zeit einen der bekanten Nistplätzen rund um den nördlichen Atlantik besuchen, da sich dort auch die nötige Nahrung für den Papageientaucher und sein Küken im Meer befinden - die Sandaalen.

Vom 13. Juni bis 20. Juni 2015 waren wir dann in der Region Ålesund unterwegs und haben zwei Mal einen Besuch bei den Papageientauchern auf der Insel Runde gemacht, wo wir eindrückliche Bilder einfangen konnten und diese lustigen und geselligen Vögel aus nächster Nähe erleben konnten.

Wir haben auch weitere Highlights der Region besucht wie den Geirangerfjord, die Atlanterhavsvegen oder den Trollstigen.

Papageitaucher beobachten

Papageitaucher sind diese lustigen und etwas tollpatschigen Vögel, die man im Frühling an steilen Küstenabschnitten im nördlichen Atlantik beobachten kann. Man kann diese Vogel aber auch per Webcam beobachten. In Shetland gibt es dafür eine sogenannte PuffinCam. Dabei kann man die Vögel nicht nur an der Küste sehen sondern zwei Kameras sind auch in eine Nesthöhle eingebaut, wo man die Papageitaucher mit den Jungen beobachten kann.

Bisher sind die Papageitaucher offensichtlich noch auf dem Meer, da noch keine auf den Kameras zu sehen sind. Sie werden irgendwann im April an die Küste kommen und bis August an der Küste leben, bevor sie wieder auf das offene Meer ziehen.

Holuhraun: Sperrzone erheblich verkleinert

Anfangs diese Woche wurde die Sperrzone rund um das neu entstandene Lavafeld Holuhraun massiv verkleinert. Nun kann man sich grundsätzlich über die Hochlandstrasse F910 bis auf 20 Meter nähern, da die Sperrzone im nördlichen Teil nur 20 Meter neben dem Lavafeld endet.

Da aber in Island immer noch Winter ist und im Hochland noch viele Schnee liegt, wird es wohl noch ein paar Monate gehen bis man diese neue Landschaft aus der Nähe bestaunen kann.

Wir werden diese Region jetzt aber definitiv in unsere Planung für unsere diesjährige Islandreise einplanen.

Am Himmel über Europa ist was los

In dieser Woche gab es und gibt es noch einige Himmelsereignisse zu beobachten:

  • Angefangen hat es letzten Sonntag Abend mit der Sichtung eines Meteors über der Nordostschweiz. 

  • Durch erhöhte Sonnenaktivität in den letzten Tagen wurde vom 17. auf den 18. März 2015 eine hohe Aktivität des Aurora Borealis erwartet in der ganzen nördlichen Hemisphäre. Der Kp-Index lag zwischen 8 und 9 (von 9 Stufen). Diese Sonnensturm führte dazu, dass man in der Nacht vom 17. auf den 18. März Polarlichter bis weit in Mitteleuropa sehen konnte. Sogar in der Nordostschweiz und in Österreich wurden das Aurora Borealis gesichtet.

  • Am Freitag, 20. März 2015, wird es in Nord- und Mitteleuropa eine Sonnenfinsternis geben. Auch hier in der Schweiz wird die Sonne um zirka 10:32 Uhr zu knapp 70% durch den Mond abgedeckt sein. Unter sofi2015.defindet man viele weiter Infos zu der Sonnenfinsternis vom 20. März 2015. Wie man eine Sonnenfinsternis fotografiert, findest du hier (man kann beispielsweise einen 1000x und einen 64x ND Filter kombinieren; 1000x ND Filter allein genügt nicht). WICHTIG: Sonnenfinsternis nur mit Schutzbrille beobachten (Gefahr irreparable Augenschäden). Auch mit der Kamera nicht ohne Filter in die Sonne fotografieren, da auch der Sensor schaden nehmen kann.

Eruption beendet: Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [1. März 2015]

Vor einer Woche hatten wir berichtet, dass die Eruption am holuhraun in der nächsten Woche enden könnte. Nun ist eine Woche vergangen und die Eruption ist seit Samstag, 28. Februar 2015, offiziell vorbei.

Auszug aus der Meldung des Isländischen Zivilschutzes:

The Scientific Advisory Board of the Icelandic Civil Protection held a meeting this morning, Saturday 28th of February 2015, and sent out the following statement:

  • The volcanic eruption in Holuhraun, which began on August 31st 2014, has come to an end.
  • The area continues to be closely monitored.
  • Gas contamination is still detected around the eruption site.
  • No changes have been made to the restricted area north of Vatnajökull.
  • The Civil Protection still operates in alert phase.
  • Aviation Colour Code for Bárðarbunga has been downgraded from orange to yellow.

Wie man dieser Meldung auch entnehmen kann, wurde die Gefahrenkarte für den Flugverkehr im Bereich des Bárðarbunga von orange auf gelb heruntergestuft, was keiner aktiven Eruption entspricht. Dieser Entscheid beruht sicher auch auf der Tatsache, das bei einem Überflug am 27. Februar keine glühende Lava mehr gesichtet würde. Ein Vermessung per Radar-Satellitenbild hat zudem gezeigt, dass das Lavafeld Holuhraun seit Mitte Februar flächenmässig nicht mehr gewachsen ist.

Aktuell strömen aber immer noch giftige Gase aus dem Eruptionsspalt. Alle Sicherheitsmassnahmen und die grossräumige Sperrung des Gebiets ist weiterhin aktiv.

Holuhraun, Island - beginnt die letzte Woche?

In den letzten Wochen hat die Eruption im Holuhraun kontinuierlich abgenommen. Dieses Video von vísir.is zeigt schön die Entwicklung der Eruption und man kann deutlich erkennen – bei den Aufnahmen vom 17. Feburar 2015 – dass die Eruption nachgelassen hat und es im Krater schon viele Bereiche gibt wo die Lava nicht mehr glühend rote-gelbe ist (Hier gibt es auch noch zwei neue Aufnahmen).

Auch die Vermessung des Nornahraun zeigt deutlich die Abnahme der Intensität. War das ganze Lavafeld vor einem Monat noch 84 Quadratkilometer gross, ist es im letzten Monat nur um 1 Quadratkilometer gewachsen, auf rund 85 Quadratkilometer.

Der Vulkanologe Haraldur Sigurðsson hatte im Oktober 2014 anhand von der Fliessmenge des Lavas und Absenkung der Caldera am Bárðarbunga berechnet, das die Eruption um den 04. März 2015 endet. Ob diese stimmt, werden wir bald sehen. Aber mittlerweile gehen auch weitere Vulkanologen wie Mag­nús Tumi Guðmunds­son davon aus, dass die Eruption bald endet: «Es ist sehr wahrscheinlich, das die Eruption vor dem Sommer vorbei ist»

Letzte Woche wurde auch die Sperrzone neu besprochen und verkleinert, in welche man nur mit Sonderbewilligung kommt. Die genauen Angaben findet man bei isländischen Zivilschutz.

Einige eindrückliche Bilder der Eruption am Holuhraun gibt es auf nordbilder.com.

Bárðarbunga

Auch am Bárðarbunga wird es immer ruhiger. Die Caldera senkt sich nur noch im Schneckentempo und die Erdbeben werde immer weniger und schwächer. Vor kurzem gab es das erste Mal seit letztem August ein Zeitfenster von mehr als 48 Stunden am Bárðarbunga, in dem es kein Erdbeben über Stärke 3 gab.