Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [24. September 2014] (Updated)

Viel Veränderung hat sich am Bárðarbunga sowie der nordöstlich gelegenen Spalteneruption im Holuhraun nicht ergeben. Die Spalteneruption ist weiter aktiv und lässt das Lavafeld immer weiter wachsen. Nach neusten Vermessungen vom 22. September hat das neue Lavafeld im Holuhraun eine Fläche von 38 Quadratkilometer bedeckt. Hier die aktuelle Karte, welche die Grösse des Lavafeldes im Holuhraun visualisiert.

Die Vermessungen haben auch ergeben, dass die Lavaschicht durchschnittlich 14 Meter dick ist; bei der Eruptionsstelle erreicht die Schicht ein mehrfaches davon. Seit mehr als eine Woche wächst das Lavafeld aber nicht mehr in die Länge sondern wird breiter. Dieser Prozess wird wohl noch Monate so weitergehen, wenn nicht sogar Jahre.

Grosse Gefahr geht weiterhin von dem austretenden Schwefeldioxit aus, welches je nach Windstärke und Windrichtung fast die ganze Insel erreichen kann. Eine akteulle Vorhersage der Schwefeldioxidausbreitung wird hier gegeben.

Die Caldera des Bárðarbunga sinkt täglich weiter, wenn auch "nur noch" um die etwa 50 Zentimeter pro Tag. In den letzten 11 Tagen hat sich die Caldera des Bárðarbunga so um 5 Meter abgesenkt. Unterhalb des Bárðarbunga fliesst aber weiterhin Magma aus den Tiefen (um die 10km Tiefe) Richtung Oberfläche. Diese Bewegung äussert sich durch Erdbeben, welche immer wieder über Stärke 5 gehen.

Hier noch ein Video. Nordlicht und Holuhraun ergeben eine spannende Farbkombination an den Nachthimmel:

Update 24. September, 23:30 Uhr: Hier noch ein eindrückliches Video welches zeigt wie heiss die Lava ist.