Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [27. September 2014]

Holuhraun

Wie man auf dieser Karte sehen kann hat sich das Lavafeld gegen Norden vergrössert und hat die Hochlandstrasse F910, im Bereich Flæður, auf einem Teilstück für immer verschwinden lassen. Dies ist aber nicht weiter schlimm. Sobald das Lavafeld nicht mehr weiter wachst in diese Richtung, kann neben dem Lavafeld eine neue Strasse in die Steinwüste gespurt werden. Das Lavafeld im Holuhraun hat jetzt eine Grösse von über 40 Quadratkilometern erreicht. Dies entspricht in etwa der Grösse des Bielersee, welcher eine Fläche von 39,5 Quadratkilometern hat. Sonst hat sich nichts nennenswertes geändert.

Das Schwefeldioxid strömt weiter in riesigen Mengen aus dem Holuhraun. Pro Tag sind es um die 20'000 Tonnen Schwefeldioxid. Diese ist mehr als ganz Europa mit Verkehr und Industrie zusammen täglich ausstösst (ca. 14'000 Tonnen). Im Bereich rund um den Holuhraun wurden tote Vögel gefunden, da sich das Schwefeldioxid in der Lunge mit Wasser mischt und zu Schwefelsäure wird, welches das Gewebe zerfrisst. In Mitteleuropa, genauer in Österreich, wurden in den letzten Tagen nun auch erhöhte Schwefeldioxidwerte gemessen, welche sogar den Grenzwert überschritten.

Bárðarbunga

Die Caldera des Bárðarbunga senkt sich weiterhin um etwa 50cm/Tag ab und hat sich mittlerweile um die 29 Meter abgesenkt. Täglich gibt es zwischen einem und mehreren Erdbeben über Stärke 5.0.

Gunnuhver

Das Geothermalfeld Gunnuhver über welches wir vor paar Tagen berichteten, wurde nach einem Tag wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Infomationen über die Gründe für die erhöhte Aktivität haben wir noch keine gefunden.