Stichwort: Bárðarbunga

Eruption beendet: Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [1. März 2015]

Vor einer Woche hatten wir berichtet, dass die Eruption am holuhraun in der nächsten Woche enden könnte. Nun ist eine Woche vergangen und die Eruption ist seit Samstag, 28. Februar 2015, offiziell vorbei.

Auszug aus der Meldung des Isländischen Zivilschutzes:

The Scientific Advisory Board of the Icelandic Civil Protection held a meeting this morning, Saturday 28th of February 2015, and sent out the following statement:

  • The volcanic eruption in Holuhraun, which began on August 31st 2014, has come to an end.
  • The area continues to be closely monitored.
  • Gas contamination is still detected around the eruption site.
  • No changes have been made to the restricted area north of Vatnajökull.
  • The Civil Protection still operates in alert phase.
  • Aviation Colour Code for Bárðarbunga has been downgraded from orange to yellow.

Wie man dieser Meldung auch entnehmen kann, wurde die Gefahrenkarte für den Flugverkehr im Bereich des Bárðarbunga von orange auf gelb heruntergestuft, was keiner aktiven Eruption entspricht. Dieser Entscheid beruht sicher auch auf der Tatsache, das bei einem Überflug am 27. Februar keine glühende Lava mehr gesichtet würde. Ein Vermessung per Radar-Satellitenbild hat zudem gezeigt, dass das Lavafeld Holuhraun seit Mitte Februar flächenmässig nicht mehr gewachsen ist.

Aktuell strömen aber immer noch giftige Gase aus dem Eruptionsspalt. Alle Sicherheitsmassnahmen und die grossräumige Sperrung des Gebiets ist weiterhin aktiv.

Holuhraun, Island - beginnt die letzte Woche?

In den letzten Wochen hat die Eruption im Holuhraun kontinuierlich abgenommen. Dieses Video von vísir.is zeigt schön die Entwicklung der Eruption und man kann deutlich erkennen – bei den Aufnahmen vom 17. Feburar 2015 – dass die Eruption nachgelassen hat und es im Krater schon viele Bereiche gibt wo die Lava nicht mehr glühend rote-gelbe ist (Hier gibt es auch noch zwei neue Aufnahmen).

Auch die Vermessung des Nornahraun zeigt deutlich die Abnahme der Intensität. War das ganze Lavafeld vor einem Monat noch 84 Quadratkilometer gross, ist es im letzten Monat nur um 1 Quadratkilometer gewachsen, auf rund 85 Quadratkilometer.

Der Vulkanologe Haraldur Sigurðsson hatte im Oktober 2014 anhand von der Fliessmenge des Lavas und Absenkung der Caldera am Bárðarbunga berechnet, das die Eruption um den 04. März 2015 endet. Ob diese stimmt, werden wir bald sehen. Aber mittlerweile gehen auch weitere Vulkanologen wie Mag­nús Tumi Guðmunds­son davon aus, dass die Eruption bald endet: «Es ist sehr wahrscheinlich, das die Eruption vor dem Sommer vorbei ist»

Letzte Woche wurde auch die Sperrzone neu besprochen und verkleinert, in welche man nur mit Sonderbewilligung kommt. Die genauen Angaben findet man bei isländischen Zivilschutz.

Einige eindrückliche Bilder der Eruption am Holuhraun gibt es auf nordbilder.com.

Bárðarbunga

Auch am Bárðarbunga wird es immer ruhiger. Die Caldera senkt sich nur noch im Schneckentempo und die Erdbeben werde immer weniger und schwächer. Vor kurzem gab es das erste Mal seit letztem August ein Zeitfenster von mehr als 48 Stunden am Bárðarbunga, in dem es kein Erdbeben über Stärke 3 gab.

Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [4. Januar 2015]

Seit dem letzten Update sind schon wieder mehr als ein Monat vergangen.

Holuhraun

Sonst hat sich nicht viel geändert. Die Eruption ist weiterhin aktiv und fördert Lava. Das Lavafeld wächst zwar nicht mehr so schnell wie zu Beginn, hat aber jetzt doch schon eine Grösse von über 83 km2 erreicht. Auch das Schwefeldioxid strömt weiterhin in grossen Mengen aus. Eine Prognose, wie lange diese Eruption noch dauert will mittlerweile niemand mehr abgeben. Man ist sich auch nicht mehr ganz sicher, ob die Eruption wirklich durch den Dyke vom Bárðarbunga aus mit Magma versorgt wird.

Bárðarbunga

Die Caldera des Bárðarbunga senkt sich immer langsamer ab. Sie hat sich seit dem 12. September 2014 um zirka 33 Meter abgesenkt und bewegt sich nur noch minimal. Die Erdbeben unter dem Bárðarbunga sind weiterhin vorhanden. Einige erreichen auch immer wieder eine Stärke von 5 oder mehr. Aus diesem Grund ist weiterhin ein Ausbruch des Bárðarbunga möglich.

Holuhraun ist normal und gehört zu Island

In Island ist man seit letzter Woche zu "Normalität" übergegangen. Alle Warnhinweise zur Spalteneruption und der erhöhten Schwefeldioxidbelastung wurden auf der Website des Meteorologischen Instituts vedur.is entfernt. Alle Vorhersagen und Prognosen sind aber weiterhin vorhanden. Da diese Spalteneruption jetzt ein Teil von Island ist und dazugehört wie der Geysir, muss man nicht explizit davor warnen.

Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [19. November 2014]

Die aktuelle Eruption im Holuhraun, welche langsam offiziell den Namen Nornahraun erhält, damit man die beiden Eruption auseinander halten kann, geht ununterbrochen und intensiv weiter.

Holuhraun

Das Lavafeld hat eine Fläche von rund 74 km2 bedeckt und ist so gross wie der Mývatn-See. Die Menge an Lava, welche ausgestossen wurde, hat mittlerweile ein Volumen von über 1 km3 erreicht.

Der Krater, bei welchem die Lava aus dem Erdinneren kommt, ist gegen die 100 Meter hoch und hat eine Länge von 400 Meter, Darin befindet sich ein eindrücklicher Lavasee in welchem die Lava kocht.

Auch wenn die Lava unterdessen eine riesige Fläche bedeckt, bedeutet sie dennoch für Mensch und Tier keine grosse Gefahr. Anders sieht da mit dem giftigen Gas Schwefeldioxid aus, welches auch aus dem Krater aufsteigt. Dazu haben wir einen eigenen Artikel geschrieben, welcher die Gefahr zeigt, aber auch aufzeigt, warum der Laki-Ausbruch und dessen Folgen ein vielfaches gewaltiger waren: Schwefeldioxid in Island - Verglich zwischen heute und beim Laki im Jahr 1783.

Bárðarbunga

Beim und unter dem Bárðarbunga gibt es grundsätzlich keine grosse Veränderung. Die Erdbeben haben abgenommen und das absinken der Caldera hat sich verlangsamt.

Mittlerweile ist sich die Wissenschaft aber nicht mehr sicher, wie genau der Zusammenhang von Bárðarbunga und Nornahraun ist. Es gibt die erste Annahme, dass das Nornahraun durch einen Dyke (Riss) vom Bárðarbunga mit Lava versorgt wird. Neu wird aber auch spekuliert, ob das Nornahraun vielleicht eine eigene, direkte Lavaversorgung durch eine Mantelplume hat.

Gunnuhver

Im Geothermalgebiet Gunnuhver im Südwesten von Island, in welchem es mitte September auf einmal eine erhöhte Aktivität hatte, hat sich jetzt ein Schlammgeysir gebildet. Dieser bricht regelmässig aus und spritzt eine bis zu 20 Meter hohe Schlammfontäne hoch. Gemäss blog.snaefell.de wird folgender Grund für die Veränderung angegeben: "eine Erdbebenserie, die im Untergrund Veränderungen ausgelöst hat, weshalb sich der heisse Dampf neue Wege an die Oberfläche suchen musste".

Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [11. Oktober 2014]

Viel verändert hat sich seit dem letzten Beitrag nicht. Sowohl am Bárðarbunga wie im Holuhraun läuft alles eigentlich so wie bisher.

Holuhraun

Das Lavafeld im Holuhraun bedeckt eine Fläche von über 56 km2 und wächst jeden Tag weiter. Das Volumen der Lava wir mit zirka 0,8 km3 angegeben. Die grossen Mengen Schwefeldioxid welche ausgestossen werden verursachen überall auf der Insel immer wieder eine sehr höhe Konzentration des Schwefeldioxid in der Luft. Andererseits gab es in der Region von Reykjavik durch das Schwefeldioxid in der Atmosphäre eindrückliche Sonnenuntergänge. Auch aus dem All kann man den blauen Schleier der Schwefeldioxidwolke gut sehen.

Die schon erwähnte Fotografin Kerstin Langenberger hat noch weitere wunderschöne Bilder von ihrer Reise zum Holuhraun in ihrem Blog veröffentlicht.

Die neusten Aufnahmen vom gestern Freitag, 10. Oktober, zeigen im Holuhraun einen relativ grossen Lavasee im grössten Krater und man sieht wunderschön die Lavaflüsse.

Bárðarbunga

Die Caldera des Bárðarbunga senkt sich weiter um etwa 0,5 Meter pro Tag wie man auf dieser Karte gut sehen kann. Darauf kann man auch gut erkennen (die roten Linien), das es immer wieder Erdbeben von der Stärke 5.0 oder mehr gibt.

Update 13. Oktober

Der Geologe Thor Thordarson macht den Vorschlag, das neue Lava im Holuhraun zu "Nornahraun" umzubenennen.

Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [27. September 2014]

Holuhraun

Wie man auf dieser Karte sehen kann hat sich das Lavafeld gegen Norden vergrössert und hat die Hochlandstrasse F910, im Bereich Flæður, auf einem Teilstück für immer verschwinden lassen. Dies ist aber nicht weiter schlimm. Sobald das Lavafeld nicht mehr weiter wachst in diese Richtung, kann neben dem Lavafeld eine neue Strasse in die Steinwüste gespurt werden. Das Lavafeld im Holuhraun hat jetzt eine Grösse von über 40 Quadratkilometern erreicht. Dies entspricht in etwa der Grösse des Bielersee, welcher eine Fläche von 39,5 Quadratkilometern hat. Sonst hat sich nichts nennenswertes geändert.

Das Schwefeldioxid strömt weiter in riesigen Mengen aus dem Holuhraun. Pro Tag sind es um die 20'000 Tonnen Schwefeldioxid. Diese ist mehr als ganz Europa mit Verkehr und Industrie zusammen täglich ausstösst (ca. 14'000 Tonnen). Im Bereich rund um den Holuhraun wurden tote Vögel gefunden, da sich das Schwefeldioxid in der Lunge mit Wasser mischt und zu Schwefelsäure wird, welches das Gewebe zerfrisst. In Mitteleuropa, genauer in Österreich, wurden in den letzten Tagen nun auch erhöhte Schwefeldioxidwerte gemessen, welche sogar den Grenzwert überschritten.

Bárðarbunga

Die Caldera des Bárðarbunga senkt sich weiterhin um etwa 50cm/Tag ab und hat sich mittlerweile um die 29 Meter abgesenkt. Täglich gibt es zwischen einem und mehreren Erdbeben über Stärke 5.0.

Gunnuhver

Das Geothermalfeld Gunnuhver über welches wir vor paar Tagen berichteten, wurde nach einem Tag wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Infomationen über die Gründe für die erhöhte Aktivität haben wir noch keine gefunden.

Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island [24. September 2014] (Updated)

Viel Veränderung hat sich am Bárðarbunga sowie der nordöstlich gelegenen Spalteneruption im Holuhraun nicht ergeben. Die Spalteneruption ist weiter aktiv und lässt das Lavafeld immer weiter wachsen. Nach neusten Vermessungen vom 22. September hat das neue Lavafeld im Holuhraun eine Fläche von 38 Quadratkilometer bedeckt. Hier die aktuelle Karte, welche die Grösse des Lavafeldes im Holuhraun visualisiert.

Die Vermessungen haben auch ergeben, dass die Lavaschicht durchschnittlich 14 Meter dick ist; bei der Eruptionsstelle erreicht die Schicht ein mehrfaches davon. Seit mehr als eine Woche wächst das Lavafeld aber nicht mehr in die Länge sondern wird breiter. Dieser Prozess wird wohl noch Monate so weitergehen, wenn nicht sogar Jahre.

Grosse Gefahr geht weiterhin von dem austretenden Schwefeldioxit aus, welches je nach Windstärke und Windrichtung fast die ganze Insel erreichen kann. Eine akteulle Vorhersage der Schwefeldioxidausbreitung wird hier gegeben.

Die Caldera des Bárðarbunga sinkt täglich weiter, wenn auch "nur noch" um die etwa 50 Zentimeter pro Tag. In den letzten 11 Tagen hat sich die Caldera des Bárðarbunga so um 5 Meter abgesenkt. Unterhalb des Bárðarbunga fliesst aber weiterhin Magma aus den Tiefen (um die 10km Tiefe) Richtung Oberfläche. Diese Bewegung äussert sich durch Erdbeben, welche immer wieder über Stärke 5 gehen.

Hier noch ein Video. Nordlicht und Holuhraun ergeben eine spannende Farbkombination an den Nachthimmel:

Update 24. September, 23:30 Uhr: Hier noch ein eindrückliches Video welches zeigt wie heiss die Lava ist.

Update zu Bárðarbunga, Holuhraun, Island

Im Holuhraun fliesst die Lava wie schon erwähnt nicht mehr weiter Fluss abwärts, das Lavafeld wird aber immer breiter und hat heute mittlerweile eine Fläche von 30 Quadratkilometer erreicht. In diesem Bericht von mbl.is wir der Vulkanologe Ármann Höskulds­son zitiert, welcher die Aussage von gestern, das es noch monatelang weiter geht im Gebiet des Holuhraun, mit folgenden Worten verdeutlicht : «The prob­a­bil­ity that a fresh erup­tion will take place is 99.9 per­cent. This is only the be­gin­ning» - Die wahrscheinlichkeit einer neue Eruption liegt bei 99,9 Prozent. Das ist erst der Anfang.

Der Grund für seine Aussage erklärt er damit, dass weiterhin eine Menge an Magma in das System unterhalb des Bárðarbunga fliesst und es nur eine Frage der Zeit ist, wo es als nächstes austritt. Dies ist auch einer Gründe, weshalb das Gebiet immer noch grossräumig und für alle gesperrt ist. Sollte es zu einer grösseren Eruption kommen, wäre die Zeit zu kurz um Personen zu suchen und zu evakuieren. Da das öffentliche Interesse aber gross ist, treffen sich heute Vertreter von Tourismusbranche und Zivilschutz, um zu besprechen, wie und ob eine vorsichtige Öffnung des Gebietes möglich ist.

Es strömen immer noch grosse Mengen Schwefeldioxid im Holuhraun in die Atmosphäre; momentan pro Sekunde um die 1 Tonne. Da sich die Schwefeldioxidwolke immer in Windrichtung bewegt und eingermassen vorhersagbar ist, hat der isländischen Wetterdienst eine Vorhersage eingerichtet. Für morgen, 18. September, gibt es eine Warnung für die Region süd-westlich von Holuhraun bis zum Landmannalaugar und fast bis zum Laugarvatn.Personen in den betroffenen Regionen werden angewiesen, die Messwerte regelmässig zu kontrollieren und bei erhöhten Werten entsprechende Massnahmen zu treffen (wie zum Beispiel Fenster schliessen und Heizung erhöhen). Auch Schafe und Pferde leiden unter dem Schwefeldioxid. Bauern bemerkten dass die Tiere beim Abtrieb oft müde sind. 

Gunnuhver explodiert

Auch auf der Halbinsel Reykjanes, südlich des Internationalen Flughafen in Keflavík und westlich von Grindavík, brodelt es unter der Oberfläche. Die Schlammquelle Gunnuhver ist viel aktiver geworden, weshalb der öffentliche Steg gesperrt wurden. Teile des Steges wurden sogar gesprengt, wie man auf dem Video unten sehen kann. Der Grund für die erhöhte Aktivität wird untersucht.

Caldera des Bárðarbunga senkt sich immer mehr - Holuhraun brodelt weiter, wenn auch weniger

Die Eruptionstärke im Holuhraun hat in den letzten Tagen abgenommen. Dies kann man auch gut auf der Webcam von Mila sehen, wenn man die Livebilder mit Scrennshots von vor 2 Wochen vergleicht. Auch die Lava strömt nicht mehr weiter den Fluss Jökulsár á Fjöllum entlang, so das die Gefahr, dass der Fluss völlig blockiert wird, momentan nicht weiter besteht. Dennoch hat sich das neue Lavafeld auf eine Fläche von fast 24 Quadratkilometer ausgebreitet. Da die neue Lavaschicht bis zu 10 Meter hoch (dick) ist und im Bereich der Spalteneruption sich bis zu 70m hohe Lavakrater gebiltet haben, sind gemäss den Geologen schon über 200 Millionen Kubikmeter Lava ausgetreten. Interessant ist auch die heute veröffentlichte Aussage der Geologen sowie Vulkanologen in diesem Artikel von ruv.is. Dort wird davon ausgegangen, dass die Eruption im Holuhraun noch monatelang weitergehen wird. Sollte der aktuelle Spalt erlöschen wird wahrscheinlich ein neuer Spalt irgendwo in der Region entstehen. 

Am Bárðarbunga werden die Erdbeben zwar immer weniger, aber es gibt immer noch viele Beben mit einer Stäke zwischen 3 bis 5, oder noch mehr. Die Caldera des Bárðarbunga senkt sich immer noch um mindestens 50 Zentimeter pro Tag. Hier kann man die Bewegungen des Gletschers über der Caldera mitverfolgen. Seit das Absenken der Caldera begonnen hat ist der Gletscher darüber um fast 25 Meter mit abgesunken.

Wann bricht der Vulkan Bárðarbunga aus? (Update)

Hier in Island (wo wir noch bis morgen sind), wird unterdessen alles für ein grösseres Ereignis vorbereitet. Bis heute wurde nur auf inoffiziellen Website wie jonfr.com offen davon gesprochen, das der Ausbruch des Bárðarbunga nur noch eine Frage der Zeit ist, wenn es auch niemand hofft.

Da auch die Wissenschaftler nicht wissen, was unterhalb des Bárðarbunga genau geschieht, wurden gestern offiziell (mittlerweile nur noch) 3 mögliche Szenarien für die nahe Zukunft aufgezeigt:

  1. Alles rund um Bárðarbunga und Holuhraun endet einfach ohne weiteres Ereignis

  2. Es bleib wie es ist, die Spalteneruption im Holuhraun geht weiter und der Bárðarbunga bricht NICHT aus

  3. Bárðarbunga bricht aus! 

Bei einem Ausbruch des Bárðarbunga wird davon ausgegangen, dass dieser mehr als 10mal Stärker sein wird als es im Jahr 2010 beim Eyjafjallajökull der Fall war.

Wieso steigt die Wahrscheinlichkeit für ein Ausbruch?

Seit heute Abend, 12. September, kann man nun offiziell davon ausgehen, dass der zweitgrösste Vulkan in Island, der Bárðarbunga, irgendwann "in nächster Zeit" ausbricht. RÚV, der Staatssender für Radio und TV (vergleichbar mit SRF in der Schweiz), kommuniziert seit heute Abend, dass er seine 2 Langwellen-(Katastrophen)-Sendestation aktiviert hat, da diese Beiden einerseits über das ganze Land empfangen werden können und zudem auch ohne externe Stromversorgung betrieben werden können im Fall einer grösseren Gletscherwasserflut. Gemäss diesem isländischen Bericht hat auch der Stromnetzbetreiber von Island, Landsnet, damit begonnen, seine Ressourcen darauf vorzubereiten um einen grossflächigen Stromausfall als Folge einer Wasserflut mit grösserer Beschädigung der Infrastruktur im Stromnetz bewältigen zu können. 

Die Spalteneruption im Holuhraun ist weiter im Gange. Die Intensität der Eruption lässt nach, wenn auch der Lavastrom aus dem Spalt nicht abgenommen hat. Dies ist Besorgniserregend, da Messungen ergeben haben, dass aktuell mehr Material in den Dyke (Riss zwischen der Magmakammer unter dem Bárðarbunga und der Spalteneruption im Holuhraun) fliesst, als im Holuhraun austritt. Damit steigt der Druck in der Magmakammer und dem Dyke, was weitere Spalteneruptionen auslösen könnte. Oder dass der Vulkan Bárðarbunga selbst ausbricht. Akute Gefahr aber verbirgt sich momentan in dem im Gebiet des Holuhraun austretenden Schwefeldioxid, welches sich durch Wind und Wetter über Ost-Island verbreitet und Atembeschwerden verursachen kann. Eine entsprechende Warnung wurde für diese Region ausgesprochen. Interessanterweise hat auch schon das Meteorologische Institut in Norwegen über dem norwegischen Festland Schwefeldioxid aus dem Holuhraun entdeckt.

Weiter hat sich der Gletscher über dem Vulkankrater des Bárðarbunga über die letzten Tag auf mittlerweile 21 Meter abgesenkt und riesige Risse ins Gletschereis gebrochen. Um sich die Dimension vorzustellen: die Chaldera (Vulkankrater) des Bárðarbunga hat eine Grösse von zirka 70 Quadratkilometer (was fast genau der Fläche des Thuner- & Brienzersee zusammen entspricht). Zudem ist die Erdbebenaktivität um den Bárðarbunga weiterhin hoch im Bereich zwischen Stärke 4 - 5,5.

Update 13. September, 08:30 Uhr

Letzte Nacht und in den frühen Morgenstunden wurde die höchste Konzentration von Schwefeldioxid bei der Eruption gemessen. Auch in Ostisland wurden massiv höhere Werte gemessen. Aus diesem Grund wurde die Bevölkerung angewiesen, Fenster zu schliessen und die Temperaturen in den Häusern zu erhöhen. Auch sollten sie die Messwerte regelmässig kontrollieren, da sich die Werte in kurzer Zeit stark verändern können.